Logo der Klinik am Homberg, Bad Wildungen  Klinik am Homberg 


       Fachklinik: Abteilung für Orthopädie (AHB) - 34537 Bad Wildungen
       Herzog-Georg-Weg 2  -  Tel.: 05621 - 793 929 - Fax: 05621 - 793 293

Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links - speziell auch
von der Klinik am Homburg - finden Sie hier!

Morbus Köhler II


Beim Morbus Köhler II handelt es sich um einen Umbau des Knochens, meist am Köpfchen des 2. Mittelfußknochens. Dieser Knochen kann sich zurückbilden.

Andere Namen für den Morbus Köhler II sind die avaskuläre Nekrose, aseptische Nekrose, Morbus Freiberg oder Panner’s disease.  

Ursache des M. Köhler II

Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Es können wie beim Morbus Köhler I  mechanische Ursachen durch starke, andauernde Belastungen, aber auch Durchblutungsstörungen vermutet werden.  

Diagnose des Morbus Köhler II

Meist sind Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren betroffen. Sie geben starke Schmerzen bei Belastungen sowie Schwellungen im Bereich des Vorfußes an. Den Eltern fällt häufig ein Schonhinken auf.  

Klinische Untersuchung bei Morbus Köhler II

Zunächst wird der behandelnde Arzt eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben. Er wird auf die verschiedenen auslösenden Ursachen zu sprechen kommen. Die Jugendlichen schildern Schmerzen unter starker Belastung, im Alltag, Beruf oder Sport. Schmerzbedingt tritt ein vermehrtes Schonhinken auf, um den betroffenen Fuß zu entlasten.  

Bei der körperlichen Untersuchung des M. Köhler II findet man einen Druckschmerz über dem Metatarsale II-Köpfchen (Mittelfußknochen) sowie eine Schwellung. Entzündliche Veränderungen sind meist nicht nachzuweisen. Der Fuß wird schmerzbedingt nicht richtig abgerollt , so dass ein Schonhinken auftritt.  

Nach der körperlichen Untersuchung des Morbus Köhler II erfolgt in der Regel eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen. Diese stellt nur eine geringe Strahlenbelastung dar. Im Röntgenbild erkennt man eine Strukturverdichtung am Mittelfußköpfchen. In fortgeschrittenen Stadien ist das Köpfchen abgeflacht und verbreitert.  

Weiterführende diagnostische Maßnahmen sind  nicht notwendig.  

Therapie des M. Köhler II

Der Morbus Köhler II wird konservativ behandelt. Man versucht bei ausgeprägten Schmerzen zunächst eine Entlastung des betroffenen Fußes. Eine Gipsruhigstellung wie beim M. Köhler I ist  nicht notwendig.  

Orthopädie-technische Versorgung des Morbus Köhler II:

Im Rahmen der Orthopädie-Technik wird mit Einlagen das Mittelfußköpfchen entlastet. Zusätzlich können Abrollhilfen an der Schuhsohle befestigt werden, um den betroffenen Teil zu entlasten.

Krankengymnastik bei Morbus Köhler II:

Die Krankengymnastik kommt  erst nach der akuten Phase zum Einsatz, um die schmerzbedingten Verkürzungen an Sehnen und Muskeln zu lösen und einen Muskelaufbau zu fördern.  

Physikalische Maßnahmen bei M. Köhler II:

In der Akutphase des Morbus Köhler II mit starken Beschwerden und ggf. auftretenden Schwellungen werden schmerzlindernde als auch abschwellende physikalische Maßnahmen eingesetzt.

Nach Abklingen der akuten Symptomatik können muskel- und sehnenlockernde Verfahren wie Softlaser und Ultraschall eingesetzt werden.

Massagen können zusätzliche Muskelverhärtungen lösen.  

Sporttherapie bei Morbus Köhler II:

Bei starken Schmerzen wird ein Sportverbot, auch in der Schule, notwendig sein.

Nach Abklingen der akuten Symptomatik kann unter Aufsicht und Kontrolle von Trainern und ausgebildeten Sporttherapeuten langsam ein entsprechendes Trainingsprogramm wieder aufgenommen werden.

Belastende Sportarten wie Joggen, Fußball, Handball und Volleyball sowie Squash sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.  

Ergotherapie bei M. Köhler II:

Die Ergotherapie wird nur selten eingesetzt. Falls notwendig, versuchen die Ergotherapeuten die Gebrauchsfähigkeit der Fußgelenke zu verbessern und Belastungen im Alltag, Beruf sowie bei sportlichen Belastungen zu verringern. Es wird auf den so genannten Gelenkschutz geachtet, um Überlastungen zu vermeiden.  

Operative Behandlung bei Morbus Köhler II:

Im Gegensatz zur weitgehenden Abheilung des M. Köhler I bleiben beim M. Köhler II oft Veränderungen im Bereich des Mittelfußköpfchen II zurück. Die Schmerzen und Beschwerden klingen ab. Es bestehen aber weiter Veränderungen am Mittelfußköpfchen, die im Laufe der Zeit zu degenerativen Veränderungen im Gelenk führen können. Bei Beschwerden werden dann auch operative Maßnahmen eingesetzt. Diese sollten mit dem operativ tätigen Kollegen ausführlich besprochen werden. Auch sollte über evtl. Komplikationen und die Nachbehandlung informiert werden.

Ihr Team von der Klinik am Homberg

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte - von Achillodynie bis Zervikozephalgie -   finden Sie hier!

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.  

Sagen Sie uns ruhig mal Ihre Meinung!
Oder stellen Sie Ihre Fragen...
und klicken Sie hier...

 

Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.

Aktualisiert: Juli 2010

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Weitere Fragen? Ihre Meinung?
Schicken Sie uns eine Email

Tel.: 05621 - 793 929, Fax: 05621 - 793 293

Klinik am Homberg
Herzog-Georg-Weg 2
34537 Bad Wildungen
Telefon (0 56 21) 7 93-0, Telefax (0 56 21) 7 93-2 62

Gebührenfreies Service-Telefon 0800 - 7 34 11 80

 

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.